Düsseldorf, 09.03.2017

 

der traditionspreis

10. Unternehmerpreis der stadt-sparkasse düsseldorf

vergeben an die Bäckerei Josef Hinkel, die Bäckerei der Brotfreunde

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v.l.: Karin-Brigitte Göbel (Vorsitzende der SSK-Düsseldorf), Jürgen Hinkel, Josef Hinkel, Sophie Hinkel, Maria Beck, Thomas Geisel (Oberbürgermeister)...

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Höhepunkt des 10. Mittelstandstag der Stadt-Sparkasse Düsseldorf war die Verleihung des „Unternehmerpreises“ in drei Kategorien. Die Preisträger sind (v.l.) sipgate, Bäckerei Josef Hinkel, CADMAN.

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  Im Areal Böhler feierte die Stadt-Sparkasse Düsseldorf

  den 10. Mittelstandstagt.

  Josef Hinkel nimmt mit seiner Tochter Sophie den Preis entgegen.

 

Nachfelgend:

1.   Josef macht alles aus Überzeugung  -  Szenen aus der Laudatio von Thomas Dopheide, Kreishandwerksmeister

2.   Kultbäcker mit Tradition  -  von: Verena Waldbröl (Redakteurin) für die Stadt-Sparkasse Düsseldorf

 


 

Josef macht alles aus Überzeugung

 

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    Aus der Laudatio von Thomas Dopheide, Kreishandwerksmeister

 

 

    Alles, was heute im Film über Josef Hinkel gesagt wurde, ist wahr.
    Es gibt kaum etwas hinzu zu fügen.
    Was aber ist über den Menschen Josef Hinkel zu sagen? 
    Was treibt ihn an?

 

 

 

Die Wanderjahre
Josef war in seinen Image 2017-03-09, Unternehmerpreis SSK Df, Traditionspreis, Bäckerei HINKEL, Thomas Dopheide, ga.jpgGesellenjahren in Kiel, Garmisch, Aachen, legte seine Meisterprüfung in Hannover ab und holte aus Hamburg seine Freundin und heutige Frau Nicole zurück nach Düsseldorf.

      Josef machte den Betriebswirt, eine Ausbildung die ihm neben seinem handwerklichen
auch das betriebswirtschaftliche Denken eröffnete.

      In seinem Betrieb krempelte Josef mutig manches um. Es galt dabei nicht nur Maschinen hin oder her zu rücken oder Kabel zu verlegen, vielmehr legte Josef wert auf seine Mitarbeiter, die die handwerkliche Arbeit leisten.

      Josef arbeitet nach dem Motto: Schmeiss das Geld zum Fenster raus, dann kommt es zur Türe wieder herein.

 

Der Sonnyboy
Josefs Lieblingsgeste der Begrüßung ist gegenüber den Damen der Handkuss. Josef ist immer freundlich und authentisch, nicht aufgesetzt. Josef versteckt sich nicht in der Backstube, vielmehr steht er immer wieder hinter der Ladentheke oder im Kundenraum
und ist mit seinen Kunden im Gespräch. Das ist ein ehrlicher Ausdruck seiner selbst.

 

Immer authentisch
Josef Hinkel ist stolz darauf, Bäcker zu sein. Er trägt die Bäckerschürze und vertritt damit das Handwerk auch in der Öffentlichkeit. Dabei ist Josef im menschlichen Umgang einfach authentisch. - Die sonnig-gelbe Weste ist Josefs Markenzeichen. Das gelb ist wie die Farbe der Sonne, die das Korn hat reifen lassen. Das Bäckerfahrrad, mit dem Josef unterwegs ist, ist aus der Stadt nicht weg zu denken.
Die HINKEL-Tüte findet sich in der ganzen Stadt, so dass manch einer sich fragt: „Habe ich noch Brot zu Hause? Komm, gehen wir noch zum Bäcker unseres Vertrauens.“ - Die Tüte kostet bei Josef nichts, das Brot schneiden lassen, das kostet etwas. -Das ist Josefs Marketing. - Immer Authentisch

 

Der Ausbilder
Josefs Betrieb ist ein Ausbildungsbetrieb. Junge Menschen aus dem In- und Ausland machen bei Josef ihre Ausbildung oder sie bereiten sich auf die Meisterprüfung vor, oder sie kommen als Jungmeister und wollen dazu lernen, bevor manch einer von ihnen die Bäckerei seiner Eltern übernimmt. - Die Ausbildung ist (wie überall) kein Ponyhof, auch bei Josef nicht. Mitunter sind klare Worte angesagt. Immer aber ist es für alle Beteiligten eine Win-win-Situation. - Josef selbst lernt auch immer dazu. Er sammelt Brot-Rezepte. Manche Mitarbeiter bringen aus dem Urlaub oder von Lehrgängen etwas mit. Auch Mitarbeiter aus dem in- und Ausland bringen ihre Rezepte ein. Dazu die Kreativität der Mitarbeiter, neue Rezepte aus zu probieren oder zu erfinden...

 

Brauchtumspflege in der Freizeit

Josef engagiert sich in der 5. Jahreszeit, im Karneval, sei es der Lackschuh-Karneval der Weissfräcke, sei es sein Engagement für die Kinder, als er „Pänz en de Bütt" mit Barbara Oxenfort kreierte und bis heute fördert. Und als CC-Präsident schloss Josef mit Köln den Karnevalsfrieden.

 

Das Multitalent
Josef ist ein echter Tausendsassa, ein Multitalent. Josef wird mitunter als „Menschenfänger“ beschrieben, denn er kann andere begeistern und mitnehmen. Er gilt als Bürgermeister der Herzen.

Josef macht alles aus Überzeugung

 

Redaktionelle Aufbereitung: Raymund Hinkel

 


 

Verena Waldbröl (Redakteurin), K12 Agentur für Kommunikation und Innovation GmbH für die Stadt-Sparkasse Düsseldorf

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Bäckerei Hinkel
Kultbäcker mit Tradition
Die prall gefüllten Auslagen locken Stammkunden wie Touristen gleichermaßen an: Die Bäckerei Hinkel ist als Brotspezialist über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Für sein soziales Engagement sowie seinen Einsatz für das Image der Düsseldorfer Handwerksbäcker erhielt Josef Hinkel nun den Traditionspreis der Stadtsparkasse Düsseldorf.

 

Die dunkle Kruste ist sein Markenzeichen. „Aromatisch und leicht bitter muss sie sein“, sagt Josef Hinkel. Erst dann ist der wohl bekannteste Bäckermeister Düsseldorfs vollauf zufrieden. Die Liebe zum Brot hat er von seinem Vater Karl Josef geerbt. Dieser setzte auf Spezialisierung und machte Hinkel zur Bäckerei für Brotfreunde. Rund 70 Sorten verlassen heute täglich die Backstube mitten in der Altstadt.

 

1988 übernahm Josef Hinkel die heute über 125 Jahre alte Bäckerei in vierter Generation. Statt zu modernisieren, schaffte er die Maschinen größtenteils ab und stellte auf reine Handarbeit um. „Museumsbacken“ nennt er das selbst liebevoll. Dabei testet er regelmäßig witzige Kreationen wie das Kifferbrot mit Hanfsamen. Mit seinem Konzept fährt er gut: Seit der Übernahme hat er den Umsatz verfünffacht. Aber auch Lobbyarbeit gehört inzwischen zum Geschäft. Dann tritt der ehemalige Regionalobermeister der Handwerksbäcker Düsseldorf auch gern auf Landesebene für die Interessen seiner Zunft ein. „Die Arbeit in und für Düsseldorf ist mir aber am liebsten“, betont er. So backte er schon ein Brot zugunsten des Wiederaufbaus der Pegeluhr, unterstützt regelmäßig die Düsseldorfer Tafeln, hilft als Sponsor oder Schirmherr und vieles mehr.

 

Nicht verwunderlich, dass Lehrlinge aus ganz Europa von Josef Hinkel lernen möchten. Auch seine Tochter – die fünfte Hinkel- Generation – wird in wenigen Jahren ins Geschäft einsteigen. Josef Hinkel freut sich schon: „Mal sehen, welche neuen Ideen sie mitbringt!“

 

Engagement fürs Brauchtum

Josef Hinkel war jahrelang stellvertretender Vorsitzender der Handwerksjunioren. Nach 15 Jahren als Regionalobermeister unterstützt er die Handwerksbäcker Düsseldorf nun als „Knappe“ aus der zweiten Reihe. Seit ca. 20 Jahren ist er Vorstandsmitglied der Altstadtgemeinschaft, fünf Jahre lang führte er als Präsident das Comitee Düsseldorfer Carneval. 2008 war er Prinz Karneval Josef I.